Der österreichische Immobilienmarkt dreht. Nach zwei Minusjahren stiegen die Wohnimmobilienpreise 2025 laut Statistik Austria um 2,6 %, die Zahl der Käufe legte um 18,3 % zu. Regional reicht die Spanne von plus 8,7 % im Burgenland bis minus 1,5 % in Wien. Hier liest du, was hinter den Zahlen steckt und wie du sie im Eigentümergespräch einsetzt.
Die Zahlen zeigen: Der Markt dreht
Wohnimmobilien in Österreich sind 2025 wieder teurer geworden. Laut Statistik Austria stiegen die Preise im Schnitt um 2,6 %. Es ist das erste Plus nach zwei Minusjahren: 2023 gaben die Preise um 2,9 % nach, 2024 um 0,4 %. Neubauten legten mit 2,9 % etwas stärker zu als Bestandsimmobilien mit 2,5 %.
Eine Einordnung gehört dazu. Laut dem Index der OeNB lag das Plus 2025 nominal bei 2,1 %, die Inflation aber bei 3,8 %. Real wurden Immobilien also günstiger. Das klingt nach einem Widerspruch, ist aber dein bestes Argument in beide Richtungen: Eigentümer sehen wieder steigende Preise, Käufer kaufen real billiger als noch vor einem Jahr.
Regionale Unterschiede: Kenn deine Zahl
Der Österreich-Schnitt verdeckt, was vor Ort passiert. Bei Häusern legte das Burgenland 2025 um 8,7 % zu, Kärnten um 6,5 %, die Steiermark um 5,6 %. Wien gab dagegen um 1,5 % nach, Salzburg um 0,6 %. Wohnungen in Linz verteuerten sich um 6,3 %. Alle Werte stammen aus demselben Häuserpreisindex der Statistik Austria.
Für deine Preisargumentation heißt das: "Der Markt steigt wieder" trägt als Satz nur, solange dein Gegenüber die Detailzahlen nicht kennt. Ein Verkäufer im Südburgenland steht in einer ganz anderen Position als einer in Wien-Döbling. Wer die Zahl für seine Region nennen und belegen kann, führt das Gespräch. Wer mit dem Durchschnitt argumentiert, riskiert, dass der Kunde besser vorbereitet ist.

Käufer sind zurück
2025 wurden 18,3 % mehr Wohnimmobilien gekauft als 2024, bei Neubauten sogar 29,6 % mehr, im Bestand 16,2 %. Auch diese Zahlen liefert die Statistik Austria. Das ist die eigentlich wichtige Nachricht hinter der Preisentwicklung: Die Nachfrage ist messbar zurück.
Ein Grund liegt in der Finanzierung. Die KIM-Verordnung ist am 30. Juni 2025 ausgelaufen. Die FMA erwartet weiterhin stabile Vergabestandards und nennt dafür Richtwerte:
- maximal 90 % Beleihungsquote
- maximal 40 % Schuldendienstquote
- maximal 35 Jahre Laufzeit
Für Käufer mit solider Bonität bleibt die Finanzierung damit berechenbar, ohne die starre Regelbindung der Vorjahre. Interessenten, die 2023 oder 2024 an der Bank gescheitert sind, sind heute oft wieder handlungsfähig. Genau diese Leute sitzen noch in deiner Kontaktliste.
Das Eigentümergespräch: Daten statt Bauchgefühl
Viele Eigentümer haben den Verkauf in den Minusjahren verschoben und warten seither auf den richtigen Zeitpunkt. Dieses Gespräch kannst du jetzt mit Belegen führen. Drei Punkte tragen die Argumentation: Die Preise steigen nach zwei Minusjahren wieder. Die Zahl der Käufe ist um 18,3 % gestiegen, es gibt also wieder echte Nachfrage. Und real liegt der Preisanstieg unter der Inflation, von einer Überhitzung ist der Markt weit entfernt.
Konkret formuliert: "In Kärnten sind Häuser 2025 um 6,5 % teurer geworden, und österreichweit wurden 18,3 % mehr Wohnimmobilien gekauft. Wer jetzt verkauft, trifft auf deutlich mehr aktive Käufer als vor einem Jahr." Das ist überprüfbar. Genau das baut Vertrauen auf, lange bevor es um den Alleinvermittlungsauftrag geht.

Kurzer Blick nach Deutschland
Beim Nachbarn dreht der Markt im selben Takt. Laut Destatis stiegen die Wohnimmobilienpreise in Deutschland 2025 um 3,2 %, der erste Jahresanstieg seit 2022. Auffällig: Ländliche Regionen entwickelten sich stärker als die Top-7-Metropolen. Das Muster kennst du aus Österreich, wo Wien nachgibt, während Burgenland und Kärnten zulegen. Wenn du deutsche Käufer betreust oder Kunden mit Immobilien in beiden Ländern berätst, hast du den Kontext damit parat.
Fazit: Was du jetzt tust
Die Trendwende ist belegt, regional aber sehr unterschiedlich stark. Deine Aufgabe für die nächsten Monate: Lern die Zahlen für deine Region und bring sie in jedes Eigentümergespräch mit. Geh außerdem deine alten Kontakte durch. Interessenten, die in den Minusjahren abgesprungen sind, haben heute bessere Finanzierungschancen und treffen auf einen Markt mit mehr Bewegung.
Damit das ohne Zettelwirtschaft klappt, hilft ein gepflegtes System: Im Makler-CRM mit Pipeline von Vividomo siehst du auf einen Blick, welche Interessenten bei anziehendem Markt wieder aktiv werden könnten, die Objektverwaltung hält deine Angebote beisammen und der KI-Exposé-Generator bringt neue Objekte schneller an den Markt. Die Daten liefern dir Statistik Austria und OeNB. Die Gespräche führst du.
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